Schauspiel

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Die Brüder Karamasow

von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
aus dem Russischen von Swetlana Geier
Fassung von Bastian Lomsché und Rita Thiele
Regie: Oliver Frljić
In seinem letzten Werk erzählt Fjodor M. Dostojewski die Geschehnisse um die Ermordung des Scheusals Fjodor Karamasow und die Ermittlungen gegen seine Söhne Dimitrij, Iwan und Aljoscha. Diese „Geschichte einer Familie“, wie das erste Buch im Roman heißt, legt die zwischenmenschlichen Abgründe der Figuren und das poröse Gerippe einer überholten Gesellschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts frei. In einer Zeit, in der Religiosität und aufkeimender Liberalismus aufeinanderprallen, Gott in Frage gestellt und die Seele für kausal begreifbar erklärt wird, werden die Gewissheiten des Daseins der „alten Menschen“ pulverisiert.
Auch 140 Jahre nach Erscheinen des Romans scheinen geltendes Recht und Rechtsgefühl vermehrt auseinander zu driften. Die Menschheit bedürfte im Angesicht der Klimakatastrophe, gigantischer Fluchtbewegungen, Demokratiekrisen und einer kaum für möglich gehaltenen, weltweiten Pandemie ebenfalls einer radikalen Neuwerdung, der sich jedoch große Kräfte entgegenstellen.
Oliver Frljić war Intendant des Kroatischen Nationaltheaters in Rijeka, bis er aus Protest gegen die Kult...
In seinem letzten Werk erzählt Fjodor M. Dostojewski die Geschehnisse um die Ermordung des Scheusals Fjodor Karamasow und die Ermittlungen gegen seine Söhne Dimitrij, Iwan und Aljoscha. Diese „Geschichte einer Familie“, wie das erste Buch im Roman heißt, legt die zwischenmenschlichen Abgründe der Figuren und das poröse Gerippe einer überholten Gesellschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts frei. In einer Zeit, in der Religiosität und aufkeimender Liberalismus aufeinanderprallen, Gott in Frage gestellt und die Seele für kausal begreifbar erklärt wird, werden die Gewissheiten des Daseins der „alten Menschen“ pulverisiert.
Auch 140 Jahre nach Erscheinen des Romans scheinen geltendes Recht und Rechtsgefühl vermehrt auseinander zu driften. Die Menschheit bedürfte im Angesicht der Klimakatastrophe, gigantischer Fluchtbewegungen, Demokratiekrisen und einer kaum für möglich gehaltenen, weltweiten Pandemie ebenfalls einer radikalen Neuwerdung, der sich jedoch große Kräfte entgegenstellen.
Oliver Frljić war Intendant des Kroatischen Nationaltheaters in Rijeka, bis er aus Protest gegen die Kulturpolitik 2016 seinen Rücktritt erklärte. Seit 2015 inszeniert er in ganz Europa, verstärkt auch im deutschsprachigen Raum. Mit »Die Brüder Karamasow« wird er seine Beschäftigung mit dem Werk Dostojewskis fortsetzen und erstmals am Deutschen SchauSpielHaus arbeiten.

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Foto: Thomas Aurin

Besetzung

  • Es spielen: :  Paul Behren
  • Es spielen: :  Eva Bühnen
  • Es spielen: :  Sandra Gerling
  • Es spielen: :  Jonas Hien
  • Es spielen: :  Christoph Jöde
  • Es spielen: :  Markus John
  • Es spielen: :  Matti Krause
  • Es spielen: :  Carlo Ljubek
  • Es spielen: :  Eva Maria Nikolaus
  • Es spielen: :  Michael Prelle
  • Es spielen: :  Sasha Rau
  • Kinderstatisten: :  Liam Adamsberger
  • Kinderstatisten: :  Wendelin Mutaniol
  • Regie: :  Oliver Frljic
  • Bühne: :  Igor Pauška
  • Kostüme: :  Katrin Wolfermann
  • Licht: :  Holger Stellwag
  • Musik: :  Daniel Regenberg
  • Dramaturgie: :  Sybille Meier
So 12.09.21 - 19:30 Uhr

Deutsches Schauspielhaus in Hamburg-SchauSpielHaus

Premiere

Preise: ab € 15 bis € 74
PK4 (€ 74-15)

Spieldauer: Dauer: ca. Zwei Stunden. Fünfzig Minuten. Eine Pause.